Die Story

Ich weiß nicht mehr, wann mir das erste Mal die Idee für eine Geschichte kam, in der die Grenzen zwischen physischer und virtueller Welt durchlässig werden. Es muss lange her sein. So etwas liegt ziemlich nahe, wenn man hauptberuflich Games entwickelt.

Es dauerte wesentlich länger, bis mir klar wurde, dass nicht das Spiel, sondern das Theater – um genauer zu sein: das Musiktheater – die richtige Kunstform für eine solche Story wäre. Als Game funktioniert sie nicht, weil ihm als Kunstform die physische Welt fehlt. Und keine andere Kunstform verbindet so sehr das Audiovisuelle und Physische mit dem Spielerischen, Offenen, wie das Musiktheater.

Und dann fragte ich Stefan und schickte ihm den Text von Bullet Time, den er dann in gefühlten 30 Minuten in den Song verwandelte, der er bis heute ist. Und so begann sich die Geschichte von Nick und Lana und dem Virtuellen Spiegel zu entwickeln. Und als mein alter Freund Mark hinzu kam, wurde schnell klar: Die Geschichte, die wir erzählen wollten, war die Geschichte von Romeo und Julia in der virtuellen Welt.

Inklusive all dem Wahnsinn, der unserem Umgang mit dieser Neuen Welt eigen ist.

Wolfgang Walk

⇒ Der Plot